http://jugendcamp-kaub.de   www.rt-cw.de   http://aktive-hilfe.de  http://www.weihnachtspaeckchenkonvoi.de/   http://1000ksuh.de

So kann man auch seinen Dank ausdrücken:

Nicole war mit mir zu einer Untersuchung bei unserem 1000 Ksuh- Projektleiter, Dr. Jan Balzcun.
Während der Fahrt hatten wir tolle Gespräche zu dem Thema "Service" und unserer Verpflichtung der Gesellschaft gegenüber.

Heute bekam ich eine SMS von Nicole, mit der Bitte, Ihr kleines Dankeschön in Form des folgenden Filmes anzusehen:

Einfach hier XXX anklicken.

Das ging mir unter die Haut und ich habe mir den Film mehrmals angesehen.

Danke Nicole !!!!

Es zeigt mir wieder, dass die weiteren Intentionen von Jan zu dem Thema "Nachhaltigkeit" mehr als wichtig sind. Dazu werden wir sicherlich in naher Zukunft informiert.

Tommy Führer

Dr. Jan Balczun: Bericht aus Moldawien/ 4. Versorgungsreise für 1000 Ksuh


Moldawien:


Nachdem in der Vergangenheit vor allem die Versorgung von Kindern in der Ukraine unser Hauptaugenmerk war, wurde diesmal die Reise in ein uns unbekanntes Terrain – Moldawien und die autonome Teilregion Gagausien – geplant.

Mit Spannung machten wir uns auf den Weg.  Nachdem wir in Chisinau gelandet waren, ging es am nächsten Tag über holperige Wege nach Hirbovat in eine Schule, in der wir ca 80 Kinder nachangepasst haben. Diese Kinder hatten bereits Hörgeräte, aber fast alle waren nicht richtig eingestellt und darum war der Gewinn für die Kinder nicht so groß. Hier konnten wir durch eine Korrektur der Einstellung auf alle Kindergesichter ein strahlendes Lächeln zaubern. Nachdem wir dann auch noch dank eines Sponsors für die kleineren Klassen Trikots verteilen konnten, wollten uns die Kinder gar nicht mehr ziehen lassen und sorgten so für das Gefühl, genau am richtigen Platz gewesen zu sein um diesen Kindern einen guten Start in das weitere Leben zu ermöglichen.

Wir alle hatten auf der langen anschließenden Fahrt ein richtiges Glücksgefühl und obwohl auf unseren Gesichtern zwar die Anstrengung deutlich zu sehen war, wurde diese von dem Glücksgefühl über die erfolgreiche Versorgung vollkommen überdeckt.

Die zweite Station war in Comrat, der Hauptstadt der autonomen  Teilrepublik Moldawien. Hier erwartete uns eine große Aufgabe: Wir haben an einem Tag von morgens bis abends fast 70 Patienten komplett neu mit Hörgeräten versorgt. Bei allen Patienten konnten wir erfolgreich helfen, keiner musste aufgrund zu schlechter Hörergebnisse abgewiesen werden und nachdem wir 13 Stunden fast ohne Unterbrechung gearbeitet haben, konnten wir in 70 glücklich und strahlende Augenpaare sehen. Einige von den kleinen Patienten konnten gar nicht mehr aufhören zu reden und brabbelten ohne Pause bis zum Ausgang vor sich hin. Und so hatten wir auch hier nach anstrengendem Tun ein richtiges Glücksgefühl und konnten zufrieden ins Bett fallen.

Besonders gefreut  haben wir uns über die tatkräftige Unterstützung eines ortsansässigen jungen und extrem motivierten Allgemeinarztes, der nach kurzem Zuschauen eigenständig mit anpackte und die Patienten mit Eltern in die Handhabung der Geräte einwies und uns so eine große Hilfe war.

Hier haben wir einen guten Ansatzpunkt gefunden, um in der Region Gagauzien die Nachhaltigkeit unserer Versorgung in schnellen Schritten sicherzustellen.

Alles in allem war es mal wieder eine sehr erfolgreiche Versorgungsreise, von der wir alle noch lange zehren werden.

Olga Parzany: Bericht aus Moldawien/ 4. Versorgungsreise für 1000 Ksuh


Versorgung der kleinen Patienten in Gagauzien mit Hörgeräten:

Gagauzien - das Armenhaus Europas.
Eine orthodoxe Volksgruppe der türkischen Abstammung. Eine Minderheit, die bereits zu Sowjetzeiten versucht hat eine eigene Identität und Eigenständigkeit in der Sowjetischen Republik Moldau zu bekommen, ist heute eine Autonome Republik innerhalb der Republik Moldau. Hier wird überwiegend russisch gesprochen und ist Prorussisch orientiert. Zu Sowjetzeiten die reichste Republik der UDSSR - heute wird von diesem Glanz nur noch von den Älteren Menschen erzählt. Viele Kinder in ärmsten Verhältnissen sind ihrem Schicksal überlassen. Durch die hohen Lebenshaltungskosten sind viele Eltern gezwungen im Ausland zu arbeiten. Die Kinder sind entweder sich selber überlassen oder die Großeltern kümmern sich um ihre Enkel.
Olga beim Dolmetschen unseres Gespäches mit dem Gesundheitsminister

Seit einigen Jahren darf ich hier in Gagauzien in einigen Projekten arbeiten. Diese Versorgungsreise aber, war eine besondere Reise. Ein Ärzteteam von Round Table Deutschland hat viele kleine Patienten mit Hörgeräten versorgt. Es war eine große Freude zu sehen wie dankbar unsere Hilfe angenommen wird. Und nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern ist es eine besonderes Erlebnis, dass Ärzte aus Deutschland auf Ihre Probleme und Nöte aufmerksam werden. Die Hilfe wurde mit Staunen dankbar angenommen.

Als Dolmetscherin für das Team, hatte ich die dankbare Aufgabe alle Worte und Emotionen aus erster Hand zu hören und ungefiltert an das Team weiterzugeben.

Danke für diese besondere Erfahrung!

Olga Parzany=

Thomas Steineke: Bericht aus Moldawien/ 4. Versorgungsreise für 1000 Ksuh

Interview mit Thomas von RT 209, Weimar:

Ich habe gehört, es war eine ziemlich spontane Aktion.

Ja, in der Tat! Ich bekam am Freitagabend einen Anruf von Lars Herla (Mitorganisator der Round-Table-Versorgungsreise), ob ich kommenden Mittwoch Zeit und Lust hätte, mit nach Moldawien zur 4. Versorgungsreise für „1000 Kinder sehen und hören“ zu fliegen.

Mein erster Gedanke war: „Ich habe keine Zeit...“. Ich bat um etwas Bedenkzeit bis zum nächsten Tag, da auch einiges zu organisieren war, zum Beispiel ein gültiger Reisepass.

Je mehr ich an dem Abend darüber nachdachte, umso mehr wurde mir die Chance klar, die einem so eine Reise bietet. Also sagte ich am Samstagmittag gleich zu und es war die absolut richtige Entscheidung. Es hat mir persönlich sehr viel gegeben und wir alle konnten gleichzeitig mit unserem Know-how den Kinder vor Ort ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Es waren sehr schöne und emotionale Momente.

 Was genau hast Du in Moldawien gemacht?

Wir sind Mittwoch am späten Nachmittag in Kischinau angekommen und haben sämtliche Vorbereitungen für den nächsten Tag getroffen. Am Donnerstagmorgen um 7 Uhr ging es mit dem Kleinbus in Richtung Hirbovat. Dort wurden wir schon von den etwa 90 Kindern des Internats erwartet, die zum Teil an Taubheit grenzend schwerhörig sind. Überraschend war für mich die in der Schule vorherrschende Ruhe, die Kinder verständigten sich fast ausschließlich in Gebärdensprache. Unser Reiseteam bestehend aus Jan, einem HNO-Arzt, Olga, unserer Dolmetscherin, Diana (einer Auszubildenden der Augenoptik), Robert, Lars und mir (Hörgeräteakustiker) und nicht zuletzt Thomas Führer, der für die perfekte Organisation zuständig war. Um keine Zeit zu verlieren, machten wir uns sofort an die Arbeit - schließlich wollten mehr als 100 Hörgeräte überprüft, neu eingestellt oder gänzlich erneuert werden. Die Kinder des Internats kamen dann in kleinen Gruppen zu uns. Wir starteten bei der 1. Klasse und arbeiten uns im laufe des Tages bis zur 10. Klasse durch. Die Kleinen waren ruhig und doch voller Neugier und Aufregung. Ich glaube, der Tag hat uns allen sehr viel Spaß gemacht. Zum Abschluss verteilten wir noch gesponserte Trikots, da war es vorbei mit der Stille im Haus. Im Anschluss wurden noch viele Gruppenfotos auf dem Hof geknipst und schon hieß es langsam Abschied nehmen, bis die Mitglieder des Round Tables im November wieder mit dem Weihnachtspäckchenkonvoi dort halt machen.

Etwas geschafft und guter Dinge ging es mit dem Kleinbus noch am Abend nach Komrat, der Hauptstadt von Gagausien, einer autonomen Teilrepublik Moldawiens.

Am Freitagmorgen bauten wir unsere einzelnen Stationen im Gesundheitsministerium auf. Im Flur warteten schon die Kinder auf ihre neuen Hörgeräte. Im Gegensatz zum ersten Tag haben wir hier alle komplett neu mit Hörsystemen versorgt. Auch in Komrat hat unser Team den ganzen Tag alles gegeben und bis zum späten Abend Ohrabdrücke genommen, Ohrpassstücke gefräst und letztendlich die Geräte an den jeweiligen Hörverlust angepasst. Und genau wie am Vortag konnten wir hier wieder viele Kinder erst staunen und dann lachen sehen.

Zugegebenermaßen waren alle von uns ziemlich geschafft vom Tag und um ein schönes Erlebnis reicher.

Wie können wir uns das Leben in Moldawien vorstellen?

Ich würde sagen wie hier, nur ein wenig beschwerlicher.  Um darauf zu Antworten, war ich zu kurz dort.

Jetzt Buchen ja viele Urlaub, meinst Du, Moldawien ist eine Reise wert?

Eine Reise ist Moldawien auf jeden Fall wert. Es ist sehr gut an das Flugnetz angeschlossen und ich denke, im Sommer, wenn alles grünt und blüht, ist es sehr schön dort. Der Weinanbau spielt ja eine sehr große Rolle in Moldawien, vielleicht lockt das ja den einen oder anderen dorthin.

Zum Schluss möchte ich ein dickes Dankeschön an das Team loswerden. Ich war ja zum Ersten mal dabei und hab mich gleich wie zu Hause unter Freunden gefühlt. Wir haben uns alle von der ersten Minute an gut verstanden, was mir sehr gefallen hat. Das ist sicher auch hierzulande nicht immer so.

Mir hat die gesamte Reise sehr viel Spaß gemacht, ich habe neue Freunde gefunden, viele neue Erfahrungen gesammelt und auch wieder mal gesehen, wie gut es uns in Deutschland geht.

Robert K. Kühne: Bericht aus Moldawien/ 4. Versorgungsreise für 1000 Ksuh


Wieder eine Portion Lachen und Freude verteilt!

Also Koffer gepackt und los ging's.

Für mich war es mittlerweile die 4. Reise für das Projekt 1000 Kinder sehen und hören. Drei Reisen gingen in die Ukraine und jetzt sollte es nach Moldawien gehen.

Nach der ersten Nacht in der Hauptstadt Moldawiens ging es los zur Versorgung. Wir fuhren mit einem kleinen Bus über die schlechten Straßen Moldawiens zu einem Internat für schwerhörige Kinder. Dort ging es diesmal um die Nachjustierung der bestehenden Hörgeräte und kleinen Ausbesserungen. Die Kinder waren sehr froh, denn viele der Hörgeräte waren nicht mehr laut genug. Auch die Lehrer waren uns sehr dankbar, da die Geräte nur selten überprüft werden.

Zum Abschluss hatten wir noch für die unteren Klassen Trikots mit dabei, welche uns von einem Spender aus Stade mitgegeben wurden.

Im Anschluss ging es direkt nach Comrat in Gagausien. Alle waren müde während der Fahrt, aber schlafen ist bei solchen Straßen nicht so einfach. Schließlich hatten wir immer Angst, dass die Hinterachse mal in einem Schlagloch zurück bleibt...

In Comrat versorgten wir am darauffolgenden Tag wieder ganze 52 Kinder und Erwachsene mit Hörgeräten. Es war ein harter Tag, nachdem alle total fertig waren. Aber um ein Erlebnis reicher. Ein Gesundheitsministerium in Gagausien sieht schon ganz schon runtergekommen aus und nicht so wie man sich das in Deutschland vorstellt.

Den Samstag verbrachten wir dann damit den Bashkan von Gagausien zu besuchen und zurück nach Kischinau zu reisen.

Mein großer Moment der Reise war die herzlicher Verabschiedung von den Kindern des Internats für schwerhörige. Die Kinder wollten uns allen die Hände schütteln, freuten sich riesig und hätten gerne noch stundenlang mit uns gespielt. Für diese Lebensfreude und Dankbarkeit hat es sich die weiter Reise wieder gelohnt!

Robert K. Kühne

Diana Hessling: Bericht aus Moldawien/ 4. Versorgungsreise für 1000 Ksuh


,,Wer die Chance hat zu helfen, sollte diese nutzen‘‘             

Ich wurde sehr kurzfristig gefragt, ob ich mit nach Moldawien fahren möchte und hatte anfangs Bedenken. Nicht wegen der angespannten Situation in der Ukraine, sondern wegen der Eindrücke die man dort bekommt. Doch dann dachte ich mir, wenn man die Chance hat zu helfen, ganz besonders wenn es um Kinder geht, sollte man diese nutzen.
 Am Donnerstag waren wir in einem Internat für gehörlose Kinder. In dieser Schule ging es sehr ruhig zu, da die Kinder sich untereinander ausschließlich mit gewissen Lauten und mit Zeichensprache verständigten. Die Kinder waren sehr lieb und brachten einem eine Menge Dankbarkeit entgegen. Nachdem  ca. 80 Hörgeräte eingestellt  und viele Ohrpassstücke repariert oder ersetzt  waren, wurden wir von den Kindern aus Dankbarkeit umarmt. Das war ein sehr emotionaler Moment und für mich der Schönste der gesamten Reise.

Am nächsten Tag waren wir in Comrat, wo wir von dem Gesundheitsminister schon erwartet wurden. Als wir das Gebäude betraten, warteten im Flur vor den Räumlichkeiten schon unzählige Kinder mit ihren Eltern auf uns. Diese versorgten wir in ca. 13 Stunden ununterbrochen mit Hörgeräten und den dazugehörigen Ohrpassstücken. Dieses Gefühl Kindern helfen zu können gab einem unglaublich viel Kraft.
Am darauffolgenden Tag, lud uns der Präsident von Gagausien zu sich ein, um sich persönlich für unser Handeln zu bedanken.  Er übergab uns einen Kalender, mit Bildern die die Kinder in Comrat gemalt haben. Er erklärte uns, wie wichtig unser Besuch für die Menschen dort war, da es ihnen anderenfalls niemals möglich gewesen wäre, ihren Kindern eine optimale Hörgeräteversorgung zu ermöglichen.

Was bleibt mir persönlich von dieser Reise?
Ich bin heilfroh, dass ich meine Zweifel recht schnell über Board geworfen habe und mit nach Moldawien gefahren bin. Ich war schon in vielen ärmeren Ländern, jedoch habe ich solche Verhältnisse wie in Moldawien noch nicht gesehen. Es stimmt mich einerseits sehr traurig, dass es in unserer fortschrittlichen Welt noch Menschen und ganz besonders Kinder gibt, die so leben müssen, andererseits fühlt es sich großartig an, genau da geholfen zu haben wo es nötig ist. Mir hat die Reise gezeigt, dass es uns in Deutschland mehr als nur gut geht. Das sollten wir viel mehr schätzen, denn selbst die Ärmsten von uns, sind von diesen Verhältnissen die dort herrschen Meilenweit entfernt. Ich habe großen Respekt vor den Leuten die dort regelmäßig hinfahren um zu helfen. Ich persönlich würde ebenfalls jederzeit wieder bei einer Versorgungsreise mitfahren. Eines weiß ich jedenfalls, sollte sich mir diese Chance noch einmal bieten, werde ich nicht eine einzige Sekunde überlegen müssen.

Lars Herla: Bericht aus Moldawien/ 4. Versorgungsreise für 1000 Ksuh


„Don´t stop me now“Freddie Mercury

 
 
Für mich gehört zu einer guten Reisevorbereitung und der damit natürlich verbundenen Organisation aller benötigten Materialien für die Herstellung von Ohrpaßstücken auch das Herunterladen von Musik.  Es hat mir auf allen Versorgungsreisen geholfen, die teilweise sehr emotionalen Momente bei der Hörgeräteversorgung zu verarbeiten, aber auch als Motivation für  die zum Teil sehr anstrengende Arbeit.

Zu dieser Reise war es dann das "Best of  von Queen", unter Anderem mit dem in der Überschrift befindlichen Titel.

"Don´t stop me now", das gilt für jeden Einzelnen des Teams nach Moldawien/Gagauzien. Keiner war zu stoppen und steckte voller Energie!


Angesichts der Unruhen im Nachbarland Ukraine ging es dieses Mal mit etwas gemischten Gefühlen nach Moldawien. Glücklicherweise verflogen dieses Zweifel bereits nach wenigen Stunden, denn vor Ort gab es keinerlei Anzeichen für bevorstehende Unruhen.
Ich möchte das Fazit dieser Versorgungsreise gleich vorweg schicken: Erfolgreich, Emotional und alle gesund zurück.
Die von mir zu entrichtende Arbeit ist zwar immer die Selbe, allerdings sind die Umstände und Gegebenheiten immer anders.

Am Anfang  ging es ins Internat nach Hirbovat, wo wir von ca. 90 Kindern, die zum Teil nicht nur schwerhörig, sondern auch geistig behindert waren, empfangen wurden. In einer solchen Schule geht es nicht laut zu, sondern es ist alles sehr leise und ruhig.

Für unser westliches Verständnis: verdächtig ruhig. Daher ist es dann umso schöner, wenn das Team nach  Stunden der Einstellung von Hörgeräten und Reparatur/Ersatz von Ohrpassstücken die „leise“ Dankbarkeit von den Kindern erfährt.
Sie haben nicht viel, aber sie haben ein großes Herz und genau das gehört für diese Momente alleine uns. Es erfüllt einen mit Stolz und großer innere Zufriedenheit, wieder einmal geholfen zu haben.
 
Nach der Abreise aus Hirbovat ging es noch am Abend ins ca. 140 km entfernte Comrat, der Hauptstadt des autonomen Staates Gagauzien
Spät schlugen wir dort unsere Zelte auf, um am nächsten Tag fast 13 Stunden durchgehend mit und an den Menschen zu arbeiten. Wir konnten durchweg Hörerfolge in der Anpassung verzeichnen und hatten keinerlei Ausfälle aufgrund eines zu  starken Hörverlustes, wie wir es zum Teil in Odessa 2011 erleben mussten.
Es fällt mir immer wieder schwer zu verstehen, warum es bei uns In Deutschland für die Menschen so einfach ist, eine optimale Versorgung zu erhalten, und die Menschen dort kaum die Chance haben Ihr Leben würdig und „lebensgerecht“ zu führen.
Wie hoch der Stellenwert unseres Handelns ist, zeigt dann auch die Einladung des Präsidenten von Gagausien Mihail Formuzal, am vorletzten Tag unserer Reise. Er bedankte sich im Namen der Bürger von Comrat für unsere Hilfe, und führte uns vor Augen, dass es eben nicht selbstverständlich ist, etwas zu hören. Für die Menschen dort ein kaum zu verstehender Vorgang, wie man es mit unserer Technik schafft, wieder etwas zu hören und damit auch akustisch wieder am Leben teilnehmen kann.
 
Was bleibt mir persönlich von dieser Reise?
 
Glück und Zufriedenheit, den Menschen im Armenhaus Europas geholfen zu haben. Wieder einmal zu erfahren, was echte Dankbarkeit ist und die Gewissheit den heißen Stein mit einem weiteren Tropfen zum Abkühlen gebracht zu haben. Wenn bekanntlich jeder Tropfen den Stein höhlt, dann müssen auch diese Tropfen irgendwann den heißen Stein beruhigen können?!
 
Das Geburtsdatum meines Reisepasses zeigt mir zwar etwas deutlich Anders, und aufgrund der Altersbeschränkung des Round Table kann ich inzwischen kein aktiver Round Tabler mehr sein kann - aber AKTIV -. Ich möchte all` denen, die uns über die social medias und auch finanziell unterstützt haben, Dank sagen. Wir sind und bleiben!!!  der geilste Serviceclub der Welt, ob "Round- oder Old Tablers" oder wie würde es Freddie Mercury sagen?:
                          „ …we are the champions“!
 
 

1. Versorgungsreise in Moldawien im TV:

Die 1. Versorgungsreise ist nun abgeschlossen.
Erste Eindrücke von der Reise in dem Film:

http://www.youtube.com/watch?v=cqfjXBiCCwU (Link anklicken)

Die Berichte der Teilnehmer könnt Ihr noch diese Woche lesen.

Lars Herla im NDR

Das bekommt einer nur hin, wenn er so ein großes Herz wie unser Lars hat:

Augenoptiker und Akustiker mit Herz aus Brake

Mein Nachmittag - 04.03.2014 16:10 Uhr
Gut zu hören und scharf zu sehen, davon versteht Lars Herla etwas. Deshalb war er auch gleich dabei, als er von dem Projekt "1000 Kinder sehen und hören" erfuhr.

(Link anklicken)
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/mein_nachmittag/media/meinnachmittag8907.html

Ende März 2014 sind wir wieder unterwegs!

Am 26. März startet unsere nächste 4- tägige Versorgungsreise.
Ziel ist dieses Mal Moldawien.

Im Norden haben wir während dem Weihanchtspäckchenkonvoi 2014 eine Schule für schwerhörige Kinder in Hirbovat besucht. Zwar sind da alle Kinder mit Hörgeräten versorgt, allerdings besteht keine Möglichkeit die Justierung der Hörgeräte anzupassen.
Unser Team hat sich die benötigte Software beschafft und wird diese dann auch vor Ort belassen.

Der Hauptgrund unserer Reise ist aber dann die Versorgung von 52 Kindern in Gagausien. Hier müssen alle Kinder mit Hörgeräten erhalten. Neue Ohrpassstücke fertigen, fräsen und dann können die Geräte angepasst werden.

Das Team freut sich schon auf die Reise und die großen Augen der Kinder, wenn sie das erste Mal hören können!
Wir berichten dann wieder von unterwegs.

Wir planen für 2014 eine Versorgungsreise nach Gagausien (Moldawien)


Schon während des Weihnachtspäckchenkonvois konnten wir einen Einblick über die ärmlichen Verhältnisse in Gagausien bekommen.
Das Team von 1000 Ksuh wird noch in den nächsten Monaten nach Moldawien fliegen um ca. 60 Kinder mit Hörgeräten zu versorgen. Der genaue Termin steht aber noch nicht fest, da wir noch in der Vorbereitungsphase sind.

Ein Bericht der FAZ vom 23.12.2013 beschreibt sehr gut die Situation vor Ort und ist sehr lesenswert:

FAZ- Bericht zu Gagausien.
(zum öffnen Link anklicken)

Ein toller Film der Brillenübergabe 2012!



Ich sollte doch öfters meine Mailnachrichten überprüfen.
Nach unserer 2. Versorgungsreise kam noch ein Link für die Brillenübergabe in der Ukraine.

Der Text, übersetzt mit Google, lass ich mal so stehen ;-)

Unsere Schule beteiligte sich an der Charity-Veranstaltung Klitschko-Brüder-Stiftung, in der die Kinder unserer Schule erhielt ausgezeichnete Punkte.
Wir danken Vitali und Wladimir Klitschko, und der Kopf einer gemeinnützigen Organisation Tom und Andreas Fuhrer Pershaytu, Ärzte Michael, Sandra, Suzanne, Robert, Freiwillige Valentine, Dennis, Anne, und unser Kurator Alina Nosenko!
Wir laden Sie ein, unsere Schule!
Wir danken vor allem unseren Direktor Bespalko Ya Marina für einen wundervollen Videoclip =))))

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Wir bedanken uns bei Euch für Eure Hilfe und Unterstützung in 2013 und wünschen Allen ein besinnliches und frohes Weihanchtsfest, sowie einen guten Start in das neue Jahr!

Auch 2014 wird wieder spannend und es gibt immer noch viel zu tun.

"Zuhören zu können, ist bereits die halbe Miete."
Calvin Coolidge


Liebe Grüße und ... bleibt gesund!

Euer Team von 1000 Ksuh

Odessa vom 30.10- 01.11.2013 - oder auch: "Kontrolle!"

Viel Zeit ist vergangen seit der ersten Versorgungsreise nach Odessa im Mai 2011. Auch die dritte und bisher letzte Versorgungsreise in die Ukraine im September 2012 nach Dnjepopetrowsk liegt schon mehr als ein Jahr zurück.

Viel Zeit ist seitdem ins Land gezogen. Zeit, in der sich der Glauben immer mehr verfestigte, etwas Gutes getan zu haben. Aber allein mit Glauben konnten und wollten wir uns nicht zufriedengeben, zumal wir uns im Projekt vorgenommen hatten, die Nachhaltigkeit zu sichern.

Und genau aus diesem Grund, um aus Glauben Wissen zu machen, machte sich eine kleine Delegation ( bestehend aus  Lars Herla, Thomas Führer und Jan Balczun RT/OT Side by Side) auf die lange Reise nach Odessa, um stichprobenartig den aktuellen Stand direkt vor Ort in Odessa zu erfahren.

Wir setzten auf den Überraschungseffekt. Das hieß, keine der Einrichtungen, die wir besuchen wollten, wurde vorab über unseren Besuch informiert.Und so standen wir am 31.10. morgens um 9:30 Uhr plötzlich in der Eingangshalle einer Internatsschule für sehbehinderte Kinder. Gross war die Überraschung, aber die Direktorin konnte nun auch keine heimliche "Verschönerungsaktionen" mehr durchführen.

Auf dem Weg zum Eingang sahen wir schon die ersten Bewohner, die einen sehr zufriedenen Eindruck machten. Viel grösser war unsere Freude, als wir die Direktorin darauf ansprachen, warum nur so wenig von unseren Brillen in der Schule vorhanden sein: Sie konnte uns berichten, dass viele Kinder nun nicht mehr dort zur Schule gingen, sondern dass durch unsere Unterstützung der Besuch einer Regelschule möglich geworden sei.

Bestärkt durch diese positive Nachricht entschieden wir uns, zum größten Unsicherheitsfaktor zu gehen: Einem Kindergarten, der uns 2011 sehr ans Herz gewachsen war.  Mit jedem Kilometer, den der Kindergarten näher kam, wuchs die Anspannung- was würden wir dort vorfinden?

Dort angekommen waren der gesamte Außenbereich sowie der Spielplatz leer. Nur eine Dame bat uns herein und wir wurden zur Leiterin des Kindergartens geführt. Nach einem ausführlichen Genuss ukrainischer Gastfreundschaftlichkeiten stellten wir die bange Frage: Wo sind die Kinder?  Die Aufklärung kam mit einem Lächeln: Die Kinder waren gerade im Sprachförderunterricht. Uns viel ein Stein vom Herzen! Wir gingen mit der Direktorin in die Klassenräume und sahen dort die kleine Viktoria sitzen, ein Mädchen, dass vielen aus dem Team von 2011 sehr ans Herz gewachsen war.  Und hinter ihren Ohren befanden sich die Hörgeräte von 2011 mit mehr als deutlichen Gebrauchsspuren. Wir schauten in die Runde, und viele der älteren Kinder, die damals zu den kleinsten gehörten, trugen unsere Hörgeräte. Uns fiel nicht nur ein Stein vom Herzen.
 

An einigen Hörgeräten sahen wir auch Passstücke, die nicht von uns kamen. Der Experte für Ohrpassstücke aus Ostfräsland begutachtete diese ausführlich und fachmännisch und kam zu dem Schluss: Sehr gute Qualität.

Wir sprachen im Anschluss  lange mit den  Lehrerinnen über die Versorgung dort. Sie berichteten, dass die damals zu den älteren Kindern gehörenden mittlerweile ebenfalls nicht mehr auf spezielle Schulen gehen müssen, sondern zusammen mit ihren Freunden heimatnahe ganz normale Schulen besuchen, dank unserer Aktion. 

Die Kinder im Kindergarten trugen ihre Hörgeräte gern und viel, was anhand der deutlichen Gebrauchsspuren an den Geräten sehr glaubhaft war. Die Batterieversorgung stellt dank der ausreichenden Mengen, die noch in der DELKU in Odessa lagern, kein Problem dar.

Allerdings sind bei vielen Kindern wachstumsbedingt die Ohrpassstücke zu klein, was  aufgrund der starken Verstärkung der Hörgeräte zu starken Rückkopplungen führt. Vereinzelt brachen auch einige der Ohrstücke beim Toben. Aber da die Eltern so begeistert von der Leistung der Hörgeräte waren, finanzierten- soweit es möglich war- sie aus eigener Tasche das Anfertigen von neuen Passstücken. Dies machte den positiven Eindruck dieser Reise noch stärker und bekräftigte uns darin, weiter in dieses Projekt zu investieren, um wie versprochen die Nachhaltigkeit zu sichern.

  





 Nach aufregenden Stunden in Odessa konnten wir mit dem guten Gefühl nach Hause fliegen, dass wir nicht nur Glauben, etwas Gutes getan zu haben, sondern es nun auch mit unseren eigenen Augen gesehen zu haben.

 Für den Kindergarten sind jetzt allerdings 40 Ohrstücke fällig, deren Kosten sich auf ca. 1.200,- belaufen. Der Chef von Jan war so begeistert, dass seine Stiftung diesen Betrag übernimmt. Wer sich dem Projekt noch verbunden fühlt, kann auch durch eine Spende für www.1000Ksuh.de weiterhin unterstützen.



 
YiT und YiOT


Lars Herla, Tommy Führer und Jan Balczun